Donnerstag, 5. Oktober 2006
Naturerlebnisraum Oldenburger Graben
Morgen findet in Osnabrück die Preisverleihung des Muna 2006 statt. Axel Kramer erhält den Preis in diesem Jahr in der Kategorie Kommunikation. “Kramer und sein Fledermausteam haben den gesamten Ort in den Tierschutz integriert – vom Bau künstlicherer Fledermausquartiere in den Oldenburger Behindertenwerkstätten bis zur Errichtung eines Fledermauspfades und den touristischen Führungen, zu denen sich regelmäßig bis zu 300 Personen anmelden. Kramer erhält die muna in der Kategorie “Kommunikation” auch für die Homepage und das Kinderprogramm.” (Quelle)
Was geschieht mit dem Preisgeld?
Das Geld wird in den weiteren Naturschutz in Dahme und dem Ostseeferienland investiert. “Das Augenmerk richtet Kramer dabei auf den Naturerlebnisraum Oldenburger Graben, wo verbesserte Nistmöglichkeiten für Fledermäuse, Mauersegler und Schwalben geschaffen und etwas für Amphibien getan werden soll.” (Quelle)
Der Oldenburger Graben ist in den 1920er Jahren entstanden und verbindet Dahme und Weissenhäuser Strand. In der Niederung hat sich der Gruber See und der Wesseker See befunden. Der Gruber See war einmal einer der grössten Seen Schleswig-Holsteins. Die Verlandung war aber schon Mitte des 19. Jahrhunderts ziemlich weit fortgeschritten, deshalb wurde die Seen trocken gelegt und der Oldenburger Graben entstand.

Der Naturerlebnisraum entsteht an mehreren Stellen: “Hineingehen in die Geschichte der Niederung, die im Nordwesten bei Weissenhaus an die Hohwachter Bucht und im Südosten bei Dahme an die Lübecker Bucht grenzt, soll man durch vier Eingangstore in Weissenhäuser Strand, Oldenburg, Dahme und Grube. Das “Hauptportal” wird in Oldenburg sein. Angeschmiegt an den Wall und das Museum ist ein “Info-Park Oldenburg” geplant, der räumlich und thematisch in die Niederung einführen soll.” (Quelle)
Bei Grube entsteht zum einen im Matzenkoog das “derzeit größte zusammenhängende Naturschutzprojekt in Schleswig-Holstein” (Quelle). Zwischen Grube und Dahme entstehen auf rund 40 Hektrar die Gruber Seewiesen. Hier soll eine Tankstelle für Zugvögel entstehen.
Was ist ein Naturerlebnisraum?
“Seit 1993 sieht das Landesnaturschutzgesetz die Einrichtung von Naturerlebnisräumen vor. Damit wird das Ziel verfolgt, die Beziehung Mensch – Natur zu verbessern. „Naturerlebnisräume sollen den Besuchern ermöglichen, Natur, Naturzusammenhänge und den unmittelbaren Einfluss des Menschen auf die Natur zu erfahren” (§ 29 (1) Landesnaturschutzgesetz).” (Quelle)



Oktober 17th, 2009 at 12:53 am
Roman Neustadt in Holstein » Beitrag » Gutes von Morgen sagte:
[...] aus Neustadt in Holstein. Mir ist heute ein anderer zufällig bei der Recherche nach Seiten zum Oldenburger Graben über den Weg gelaufen, bei dem es nach einem kurzen Blick um politische Zeitgeschichte Anfang [...]