Ostsee Forum - Ostsee künftig «besonders empfindliches Meeresgebiet»

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21. Mai 2012, 11:37:54 Vormittag

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Autor Thema: Ostsee künftig «besonders empfindliches Meeresgebiet»  (Gelesen 3511 mal)
Helge Siems
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Es gibt nichts, was man nicht besser machen könnte


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« Antwort #6 am: 12. September 2008, 09:38:07 Vormittag »

Die Wasserqualität der Ostsee ist nicht schlecht. Das bestätigen regelmässige Untersuchungen der Badewasserqualität. Die Ostsee ist also nicht dreckig. Der Artikel bezieht sich lediglich darauf, dass die Gefahr eines Öltankerunglücks in der Ostsee relativ gross ist.
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« Antwort #5 am: 11. September 2008, 01:16:48 Vormittag »

Hallo an alle Ostsee-Kenner,

ich wollte mich mal darüber informieren, wie es so ist, wenn man an der Ostsee ist, in Bezug auf die Wasser- und Umweltverschmutzung. Wenn man nichts über Zahlen und Berichte weiß, anhand welcher Fakten erkennt man, dass das Wasser so verdreckt ist? Welche Auswirkungen sind konkret spürbar?

Ich selbst komme ja aus Italien, und auch dort ist die Adria vollkommen kaputt. Man merkt dies, weil einem z.B. die Fischarmut auffällt, während die Quallen und Algen nur so sprießen. Ich hoffe, ihr könnt mich ein wenig aufklären in dem Bezug.

LG,
Sybille
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Helge Siems
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« Antwort #4 am: 17. Januar 2007, 14:20:02 Nachmittag »

Kommen Sie schnell an die Ostsee und geniessen Sie die saubereren Strände. Waren Sie noch nie auf der Kurischen Nehrung? Da sollten Sie einmal hinfahren. Warum so eilig?

Die Ostsee ist eine tickende Zeitbombe

Die Öltransporte über die Ostsee sollen massiv verstärkt werden. Nördlich von St. Petersburg ist ein Ölhafen, der einen großen Teil des russischen Öls nach Mitteleuropa bringt. Mehr soll es insbesondere werden, weil Russland offensichtlich Probleme mit einer Pipeline hat, die durch Weißrussland führt. Vielleicht hat auch Weißrussland Probleme mit den Betreibern der Pipeline. So genau möchte ich das nicht beurteilen.

Jedenfalls hat auch die Ostsee Probleme mit den russichen Öltankern. Noch ist das Problem nicht akut, aber es könnte jeden Tag zur Katastrophe kommen. Bis 2010 dürfen noch einwandige Öltanker durch die Ostsee gondeln. Zur Zeit fahren jährlich ca. 8000 Öltransporte durch die Ostsee (Quelle). Ohne obligatorischen Lotsen und möglicherweise mit einem Kapitän, der mehr Wodka als Blut im Körper hat. Das Problem dabei ist, dass die Ostsee wegen der geringen Tiefe z.B. in der Kadetrinne und dem Großen Belt als ein nautisch sehr anspruchsvolles Meer gilt.

Als Binnenmeer ist die Ostsee nach einer Ölpest besonders in Gefahr und würde Jahrzehnte zur Regeneration brauchen. Ich möchte garnicht daran denken.
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« Antwort #3 am: 26. Oktober 2004, 16:36:46 Nachmittag »

Neues zum Thema Öltransport in der Ostsee im Ostsee-Weblog auf uado.de
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« Antwort #2 am: 25. Oktober 2004, 18:38:20 Nachmittag »

Hier noch eine Pressemitteilung vom WWF zum Thema. Die Pressemitteilung wurde 1:1 uebernommen von hier:
http://www.presseportal.de/story.htx?nr=610081&search=wwf

Bremen (ots) - Presseinformation Bremen, 25.10.2004

WWF entsetzt über drei Havarien binnen drei Wochen WWF, die globale Umweltschutzorganisation, fordert die Ostsee- Anrainerstaaten dringend auf, angesichts der Havarie des norwegischen Öltankers „Bergitta“, der gestern Abend am Großen Belt mit 100.000 Tonnen Rohöl an Bord mit einem Containerschiff kollidierte, die Tagesordnung für ihr morgiges Treffen zu erweitern und schnellstmöglich umfassende Schutzmaßnahmen für die Ostsee zu verabschieden.

„Bei einer Leckage des Tankers „Bergitta“ wäre das Leben der dänischen Inselwelt in der Ostsee innerhalb weniger Tage auf Jahrzehnte zerstört worden“, sagt Jochen Lamp, Leiter des WWF- Projektbüros Ostsee, und ergänzt: „Der WWF fordert die Anrainerstaaten daher auf, bei ihrem morgen in Kopenhagen startenden Treffen des entsprechenden HELCOM Komitees eine Lotsenpflicht für die stark befahrenen Routen der Ostsee zu verabschieden.“

Für die Ostsee, die von den Anrainerstaaten im April diesen Jahres „im Prinzip“ als „Besonders Empfindliches Meeresgebiet“ (Particularly Sensitive Sea Area , PSSA), anerkannt wurde, ist seither ein umfassender Katalog an Schutzmaßnahmen möglich. Zentrale Maßnahmen des WWF-Forderungskataloges, die für alle Gewässer der Ostsee gelten sollten, sind ein Verkehrsmelde- und -Lenkungssystem wie in der Luftfahrt bereits üblich, ein gemeinsames Havariekommando im Falle von Schiffsunfällen und die unverzügliche Einrichtung von Notliegeplätzen, auf die havarierte Schiffe sofort nach einem Unfall verbracht werden können.

Für 10 besonders gefährdete Seegebiete schlägt der WWF maßgeschneiderte Einzelmaßnahmen vor. Unter ihnen sind das Kattegat, die dänischen Belte und der Öresund, die Kadetrinne, die Gewässer um Gotland, der Finnische Meerbusen und die Inselwelt um die Alandinseln. Vorgeschlagen werden Maßnahmen von Schutzvorkehrungen für die Fahrt unter Eisverhältnissen und Geschwindigkeitsbegrenzungen bis hin zur Ausweisung von Gebieten, die gar nicht mit bestimmten Frachten befahren werden dürfen.

Bei den besonders stark befahrenen Gebieten fordert der WWF Lotsenpflicht, Verkehrstrennungsgebiete sowie eine Pflichteskortierung besonders gefährlicher Schiffe durch Schlepper. Für Deutschland sind auf dem Hauptschifffahrtsweg durch die Ostsee der Fehmarnbelt und die Kadetrinne besonders betroffen, wegen der ökologischen Bedeutung zudem das Gebiet zwischen Rügen, Bornholm und dem polnischen Festland. Der Schiffsverkehr in der Ostsee hat sich von 1997 bis heute mehr als verdoppelt und wird sich innerhalb der nächsten Jahre noch verdreifachen. Gleichzeitig wurde jedoch sehr wenig getan, um den einzigartigen Lebensraum Ostsee vor Tankerunfällen besser zu schützen. Weitere Informationen: Jochen Lamp, Leiter Projektbüro Ostsee, WWF Deutschland, Fachbereich Meere und Küsten, Tel.: 0 38 31/28 07 01 Kirsten Andrä, Pressereferentin, WWF Deutschland, Fachbereich Meere und Küsten, Tel: 04 21 / 65 8 46-18 Fax -12

ots-Originaltext: WWF World Wide Fund For Nature
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« Antwort #1 am: 13. April 2004, 11:33:03 Vormittag »

Ostsee künftig «besonders empfindliches Meeresgebiet»

Bremen/London (AP) Die Ostsee gilt künftig als «besonders empfindliches Meeresgebiet». Dies beschloss am Freitag mehrheitlich die internationale Schifffahrtsorganisation IMO in London, wie die Umweltschutzorganisation WWF am Freitag in Bremen mitteilte. Mit Ausnahme Russlands hätten alle Anrainer-Staaten dafür gestimmt. Die Organisation begrüßte die Grundsatzentscheidung als «Durchbruch für den Schutz der Ostsee».

Die Ostsee sei eines der empfindlichsten Seegebiete der Welt. Ihre Unterschutzstellung sei eine wichtige Voraussetzung für die Erhöhung der Schiffssicherheit, etwa die Einführung einer Lotsenpflicht. Solche von der IMO geforderten flankierenden Maßnahmen sollten die Anrainerstaaten nun bis 2005 ausarbeiten, appellierte der WWF.

Quelle: http://de.news.yahoo.com/040402/12/3ywrr.html

Interessant waere zu erfahren, was das im Einzelnen bedeutet? Waere
ja schoen, wenn das bedeutet, dass in Zukunft keine Tanker mehr durch die
Ostsee fahren. Ist aber wohl zu viel verlangt. Weiss jemand genaueres?
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