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Daten Mit einem Salzgehalt von etwa 1% gehört die Ostsee zu den salzarmen Binnenmeeren. Wie Sie auf der Ostsee-Karte rechts sehen, ist der deutsche Teil der Ostsee nur ein kleiner Bereich. Die deutschen Ostseeküstenländer Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern befinden sich seit einigen Jahren auf den ersten Plätzen der beliebtesten Reiseländer der Deutschen. (Quelle: FUR Reiseanalyse, 2003, Seite 47) Ganz oben steht dabei der Urlaub in Ferienwohnung oder Ferienhaus.
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Allgemeine Geografie
Die Ostsee lässt sich grob in folgende größere Bereiche
unterteilen:
a) Die zentrale Ostsee: Sie reicht unter Einschluss der westlichen und
südlichen Ostsee von der deutschen Ostseeküste im Westen bis
etwa zur Linie Stockholm - Aaland Inseln - nordwestliches Estland.
b) Der finnische Meerbusen: Von der nordwestlichen estnischen Küste
ostwärts.
c) Der bottnische Meerbusen: Von den Aaland Inseln nordwärts.
d) Das Kattegat: Nördlich der Meerengen Öresund, Großer
Belt und Kleiner Belt.
e) Das Skagerrak: Nördlich der Halbinsel Jütland bildet es die
Verbindung zur Nordsee.
Im Osten ist die Ostsee über die Newa und verschiedene Wasserstraßen mit Wolga, Weißem Meer, Schwarzem Meer, Asowschem Meer und dem Kaspischen Meer verbunden. Die Anrainerstaaten der Ostsee sind: Norwegen, Dänemark, Schweden, Finnland, Russland, Estland, Lettland, Litauen, Polen und Deutschland.
Inseln
Größere Inseln in der Ostsee sind Gotland und Öland (schwedisch),
Ålandinseln (finnisch), Hiiumaa und Saaremaa (estnisch), Wolin (polnisch),
Usedom (dt./pol.), Rügen, Hiddensee und Fehmarn (dt.) und unzählige
dänische Inseln, z.B.: Bornholm, Lolland, Fynen, Seeland
Küstenformen
Ein Charakteristikum der südlichen Küsten (von Rostock bis Klaipeda)
sind die Haffs und Bodden, durch stetige Westwinde entstandene, teils
offene teils vollständig vom offenen Meer abgetrennte Einbuchtungen.
Stettiner Haff
Kurisches Haff
Frisches Haff
Ferner finden sich (oft in Zusammenhang mit o.g. Haffs) in weiten Teilen der südlichen Ostseeküste Ausgleichsküsten, d.h. das die Küstenlinie praktisch nicht gegliedert ist. Dies kommt ebenfalls durch die stetigen Westwinde zustande, welche eine Wasserströmung bewirken, die im Laufe der Zeit alle Küstenvorsprünge im jeweiligen Bereich abgetragen hat.
In der nördlichen Ostsee finden sich häufig Schären, also kleine eiszeitlich geformte Felseninseln.
Zuflüsse
Die größten Flüsse, die in die Ostsee entwässern,
sind: Oder (dt./pol.), Weichsel (pol.), Memel (litauisch), Düna (lettisch),
Muonioälv (schwedisch-finnisch) und Newa (russisch).
Häfen und Verkehr
Wichtige Häfen sind Kopenhagen, Malmö, Stockholm, Helsinki,
Sankt Petersburg, Tallinn, Liepaja, Klaipeda, Kaliningrad (ehem. Königsberg),
Gdansk (früher: Danzig), Szczecin (früher: Stettin), Rostock,
Lübeck und Kiel und Flensburg. In der Mitte der südlichen Ostsee
verläuft eine der wichtigsten Seeschifffahrtsrouten weltweit, die
so genannte Kadettrinne. Sie ist dicht befahren und war in der Vergangenheit
gelegentlich im Zusammenhang mit Havarien in den Schlagzeilen. Eine besondere
Rolle für den Verkehr auf der Ostsee spielen die vielen Fährverbindungen
sowie die großen Brücken, die in Skandinavien z.T. größere
Meerengen überspannen.
Die meistbefahrenste künstliche Seeschifffahrtsstraße der Welt ist der Nord-Ostsee-Kanal, welcher die Ostsee mit der Nordsee verbindet, und so den Seeweg über das Skagerak abkürzt (und vermeidet). Er führt in Schleswig-Holstein von Kiel nach Brunsbüttel und mündet dort in die Elbe.
Geschichte
Vorgeschichte
Die Ostsee ist erdgeschichtlich ein sehr junges Meer. Man schätzt, dass es etwa vor 5000 Jahren entstanden ist.
Frühgeschichte
Die Ostsee wird vor fast 2000 Jahren in der Germania des Tacitus als Mare
Suebicum erwähnt, das er als Teil des die Welt umgebenden Ozeans
ansah. Suebisch bezog sich auf den germanischen Sammel-Stamm der Sueben,
die zusammen mit den Goten (u.a. der Stamm der Balthi) an der Ostseeküste
bis ans Baltikum wohnten.
Hansezeit
Im Hochmittelalter spielte die Ostsee eine immens große Rolle als
Verkehrs- und Handelsweg in Europa. Die in Nachbarschaft der Ostsee liegenden
Städte schlossen sich zum Bund der Hanse (Hansestädte) zusammen
und brachten es dabei zu großem Reichtum. Wichtigste Hansestädte
an der Ostsee waren Lübeck, Wismar, Rostock, Stralsund, Stettin,
Danzig, Königsberg, Memel, Riga, Reval und Nowgorod.
Neuzeit
Im Dreißigjährigen Krieg versuchte Schweden, über die
Ostsee hinweg Großmachtpläne zu verwirklichen. Infolgedessen
gehörten auch lange später noch viele südlich der Ostsee
gelegene Landstriche (Vorpommern, Wismar) zu Schweden. In den Nordischen
Kriegen gelang es Russland, von Osten her Anschluss an die Ostsee zu bekommen.
Zar Peter der Große ließ im Mündungsdelta der Newa die
neue Reichshauptstadt Sankt Petersburg erbauen, die für das Land
ein "Fenster nach Europa" darstellte.
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