Schafwolle im Gartenbau

Unsere kleine Schafherde wird jährlich Ende Mai / Anfang Juni geschoren. Ein ausgewachsenes Schaf trägt etwa 5 kg Wolle mit sich. Die Notwendigkeit der Schur kommt aus der Zeit, da Schafwolle ein stark nachgefragter Rohstoff für die Herstellung von Bekleidung war. Viel Wolle war dadurch ein Zuchtziel. Hohe Nachfrage nach Schafwolle ist im Moment nicht mehr der Fall, obwohl Kleidung aus Schafwolle unschlagbare Eigenschaften hat. Bauwolle oder Kunstfasern sind allerdings auf den ersten Blick preisgünstiger, wenn man die Haltbarkeit und Nachhaltigkeit des Materials außen vor lässt.

In den letzten Jahren hat sich Schafwolle zum Mulchen und als Dünger im Gartenbau bewährt. Nach dem Abbau des wasserabweisenden Lanolin durch die Bodenorganismen ist Schafwolle ein guter Wasserspeicher. Schafwolle ähnelt in der Zusammensetzung den beliebten Hornspänen. Zum großen Teil besteht Schafwolle wie auch Hornspäne aus dem Protein Keratin, also aus Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff. Schafwolle eignet sich vor allem als Langzeitdünger, da es einige Zeit braucht bis das Keratin in seine Bestandteile aufgelöst wurde. Düngende Inhaltsstoffe sind Kalium, Schwefel und Magnesium.

Gäste mit eigenem Garten können gerne eine große oder kleine Tüte Schafwolle als Souvenir von uns mit nach Hause nehmen.

Schafwolle ist natürlich auch ein hervorragender Dämmstoff beim Hausbau. Unser Tiny House Villa on Wheels ist mit Schafwolle gedämmt.