Hasselburger Mühle

Viele mögen den Autbahnparkplatz Hasselburger Mühle an der A1 zwischen Lensahn und Neustadt Pelzerhaken kennen. Selbst Einheimische fragen sich, was eigentlich die Hasselburger Mühle ist oder war. Wer sich am Pfingstmontag zum jährlich stattfindenden Deutschen Mühlentag auf den Weg an die Ostsee macht, hat die Möglichkeit die voll erhaltene Hasselburger Wassermühle im Einsatz zu erleben. Neben dem Wasserrad verfügt die Mühle über einen Elektromotor und einen 1-Zylinder-Deutz-Dieselmotor aus dem Jahre 1935. Man merkt am Zustand des Grundstücks und der Anlage sowie am Engagement der Familie Söhl bei Vorführungen und Beantwortung von Fragen, dass hier mit viel Herzblut an der Erhaltung der Hasselburger Mühle gearbeitet wird. Wer die Möglichkeit hat, sollte sich eine Besichtung nicht entgehen lassen! Für Gruppen können auf Anfrage während des ganzen Jahres Führungen über die Mühle vereinbart werden.

Erste Erwähnung fand die Hasselburger Mühle schon im 14. Jahrhundert. Gespeist wird sie von einem gestauten Mühlenteich im Verlauf der Kremper Au, die vom Bungsberg zum Neustädter Binnenwasser läuft. Das 4 Meter hohe Wasserrad braucht bei 10 Umdrehungen pro Minute 32.000 Liter Wasser. Zum Betrieb gehörte seit 1789 auch eine Windmühle, die 1908 abbrannte.

Hier die jüngere Geschichte der Hasselburger Mühle in Tabellenform (Quelle des Zitats):

  • 1941 Der Müller J.H. Kurth III kehrt schwer verwundet aus dem Krieg zurück. Er bewirtschaftet mit seiner Ehefrau die Mühle bis 1970.
  • 1986 Johann Heinrich Kurth III verstorben. Die Mühle geht in den Besitz der Familie Söhl über.
  • 1993 Wohnhaus – Mühlengebäude – Mühlentechnik – Dieselmotor und Wasserführung wird unter Denkmalschutz gestellt.
  • 2003 Der einzige verbleibende Mahlstein wird gängig gemacht. Jetzt Hobby der Besitzer.
  • 2004 Ein neues Wasserrad wird eingebaut.

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