Unkraut wächst im Kopf des Betrachters

„Unkraut wächst im Kopf des Betrachters“ ist seit vielen Jahren unser Leitbild. Die Klette als Nahrung für den Falter steht auf dem Foto lediglich als Symbol für alles was von der Norm abweicht.

Abweichungen vom Gewohnten werden leicht als störend wahrgenommen und bekämpft. Mit „Unkraut wächst im Kopf des Betrachters“ machen wir darauf aufmerksam, dass unsere Gesellschaft immer normierter wird und alles von der Norm abweichende als störend empfunden wird.

Teile diesen Beitrag für mehr Bunt in der Landschaft, mehr Bunt in der Gesellschaft und insgesamt Vielfalt statt Einfalt.

Selbstverständlich ist Unkraut im eigentlichen Sinne der Definition jede Pflanze, die das oder die angebauten Getreide oder Gemüse durch die reine Existenz am wachsen hindert. Egal ob Misch- oder Monokultuir: der Ertrag pro Flächeneinheit geht entsprechend zurück. Für jemanden, der Lebensmittel anbaut und von den Erträgen lebt, ist Unkraut definitiv nicht erwünscht und bedeutet Arbeitsaufwand. Der Unterschied zwischen ökologischer oder chemischer Wirtschaftsweise besteht nur in der Auswahl der Mittel.

Nun sind aber nicht alle Flächen landwirtschaftliche Nutzflächen. Biologische Vielfalt im Garten oder Park kann ein wichtiger Beitrag zum biologischen Gleichgewicht sein.

Wenn wir den Bogen weiter spannen kommen wir schnell zu anderen Dingen, die gerne am liebsten sofort irgendwie „weggemacht werden müssen“. Das „Absolvieren“ von Kinderkrankheiten kann ein wesentlicher Wert in der Bildung des Immunsystems eines Menschen sein. Genauso wie nicht jedes Unkraut sofort chemisch bekämpft werden muss, braucht es auch nicht bei jedem Schnupfen gleich ein Medikament. Und auch abweichende Meinungen haben es in einer normierten Gesellschaft immer schwerer. Anders denken ist nichts schlechtes, denn ohne Meinungsvielfalt kann es keine Entwicklung geben. Es gibt keine alleingültige Wahrheit. Deshalb müssen wir auch mit so etwas wie Fakenews umgehen können. Ein wie auch immer geartetes „Wahrheitsministerium“ hilft da nicht weiter. Und erst brauchen wir keine Privatisierung der Zensur, wie sie allem Anschein nach gerade umgesetzt werden soll.

Umdenken für mehr bunt in der Gesellschaft! Danke fürs Teilen. Der aktuelle Anlass ist der „Ehrentag des Unkrauts“ am 28. März.

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